Unser Kundenbrief - frisch aus Ihrer bioKiste

Über 32.872 Stück Nudelverpackungen und Plastik-Gurken

 

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

wir werden immer öfter darauf angesprochen, dass bei uns im Hofladen doch so einiges in Plastik verpackt ist. Diese Anregungen bringen das gestiegene Bewusstsein zum Ausdruck, dass der Müll den wir als Konsumenten (und Händler und Hersteller) produzieren und der unter Umständen als schwimmende Plastikinsel in den Weltmeeren umhertreibt oder als Mikroplastik in unseren Körpern wieder auftaucht, dass wir beim Plastik umsteuern müssen.

Wer sich mit dem Thema jedoch ernsthaft auseinandersetzt wird sich über dessen Komplexität wundern. Spannende Details und Fakten haben sich viele interessierte Menschen bei unserem Vortrag in der Buchhandlung Bücherzeit angehört und rege mit uns diskutiert.

Auch wir können uns in vielen Bereichen noch weiter verbessern, doch leider lässt sich beim Verkauf von Lebensmitteln und auch Kosmetikprodukten schwer auf die schützende und hygienische Verpackung verzichten. Selbst reine Unverpackt-Läden, wie es sie mittlerweile immer häufiger in Großstädten gibt, können nicht auf Verpackungsmaterial verzichten. Schließlich wird auch dort jeder Artikel in Verpackung angeliefert. Und diese sind vom Gesamtvolumen her oft genauso groß wie die entsprechende Anzahl an Einzelpackungen.

Wir und auch die gesamte Bio-Branche sind aber keinesfalls untätig, doch es braucht Zeit und Eigeninitiative. Zeit, weil es derzeit keine wirklichen und oft nicht zu Ende gedachten oder ökologisch nicht zwingend vorteilhafte Alternativen gibt bzw. diese erst einmal entwickelt werden müssen. Bio-Plastik, das so hoch gelobte, macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn, wenn man die Entstehung, den Verbleib, den Aufwand in den Kompostwerken, also die ganze Kette mit einbezieht.

Wir können dennoch an vielen kleinen Schräubchen drehen und uns stückweise verbessern. Genauso wie Sie.

Noch nie hat unsere Gemüsegärtnerei zum Beispiel eine Einwegkiste verlassen. Das komplette Gemüse wird direkt in Mehrwegboxen geerntet. Entweder eigene oder Pool-Systemboxen, die regelmäßig gereinigt und immer wieder verwendet werden. Das lagerfähiges Gemüse, wie z.B. Kartoffeln und Kürbisse, werden in großen Holzkisten eingelagert. Und natürlich werden unsere Gurken nicht in Plastik eingeschweißt.

Eigeninitiative, weil der umweltbewusste Einkauf mit Aufwand und Planung auch auf Seiten des Verbrauchers verbunden ist. Wir freuen uns über jede Tupperdose an der Käsetheke, über jeden Baumwollsack für Brot und Obst & Gemüse, der im Hofladen gefüllt wird und über jede befüllte Eier-Mehrweg-Box. Das ist aktiver Umweltschutz – jede eingesparte Verpackung zählt.

Und ein einfacher Tipp den jeder von uns umsetzen kann, je öfter ein Produkt, fast egal aus welchem Material, verwendet werden kann, desto ökologischer ist es. Die Glas-Pfandflasche ist besser als die Kunststoff-Einwegflasche und der Einkaufskorb ist besser als die Plastiktüte.

Kunden, die bereits unseren praktischen Lieferservice nutzen, kennen unsere Motivation weitestgehend auf Verpackungen zu verzichten. Unser Obst und Gemüse wird lose in die grünen Pfand- Mehrwegkisten gepackt, nur bei besonders sensiblen Lebensmitteln wie Steinchampignons, Feldsalat und evtl. Rucola nutzen wir Papierbeutel oder dünne Plastikbeutel. Betrachten wir die komplette Kette und beziehen auch Verderb der Lebensmittel auf dem Weg zu unseren Kunden und im Haushalt mit ein, ist es in einigen Fällen tatsächlich ökologisch sinnvoller eine Kunststoff-Umverpackung zu nutzen. Nicht nur um die Frische bis bei Ihnen zu gewährleisten und die Produkte vor Austrocknung und Verderb zu schützen. Egal ob – Beutel oder Tüte, beides darf von Ihnen gerne ein zweites Mal als Müllbeutel oder anderweitig verwendet werden.

Aber auch in der vorhergehenden Lieferkette wird bei uns auf jede Menge Verpackungsmaterial verzichtet. Durch die Anlieferung der Produkte bei uns in Mehrwegkisten, statt in Kartons wie im konventionellen Handel üblich, wurden in 2018 alleine bei uns 7.937 kg Karton eingespart. Und dadurch dass unser Naturkostgroßhändler teurere, aber an drei statt an zwei Seiten geschlossene Rollwagen einsetzt und diese deshalb nicht mit Strechfolie umwickelt werden müssen um einen sicheren Transport zu gewährleisten, haben wir 17.898 m² Folie im letzten Jahr eingespart. Das entspricht 32.872 Stück Nudelverpackungen. Die Einsparungen an CO² betragen 2.256 kg.

Sie sehen, bei uns bewegt sich viel und wir machen uns täglich Gedanken darüber wie wir besser werden können. Wir danken Ihnen, dass sie sich auch Gedanken zu dem Thema machen und helfen Verpackungen zu vermeiden, wo immer es auch geht. Denn es geht uns alle an und jeder von uns ist selbst verantwortlich wie wir in Zukunft leben werden. Die eine große technische Lösung wird es nicht geben. So sehr wir auch darauf hoffen, dass jemand schnipp macht und zack wird alles gut. Es wird Illusion bleiben. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bei weiter wachsender Weltbevölkerung, all die Probleme die jetzt schon da sind und die sich sicher potenzieren werden, nur durch Verzicht und Änderung unseres Verhaltens eingrenzen oder überkompensieren, also in einen Vorteil verwandeln können. Vielleicht ein Thema für den nächsten Kundenbrief: Ist Verzicht wirklich Verzicht oder ist es, wenn wir unseren Blick auf die Dinge ändern, vielleicht gar ein Gewinn?

Herzliche Grüße vom Hof


Ihr Franz-Josef Lesker

 

P.S.: Reaktionen, Tipps zur Verpackungsvermeidung und Verbesserungsvorschläge gerne hier: 

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Paprika mit Tomate-Mozzarella-Füllung

Zutaten 

  • 4 Stück Rote Paprika
  • 6 Stück Tomaten
  • 250 g Mozzarella
  • 1 Bund Basilikum
  • 2-3 EL Balsamico-Essig
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 4 EL Pesto Genovese

 

 

 

 

Zubereitung

Von den Paprikaschoten die Deckel abschneiden, die Kerne aus den Schoten entfernen. Die Paprikaschoten auf ein Backblech stellen und bei 150° C 30 Min. im Ofen garen (die Haut muss Blasen werfen). Abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Tomaten vierteln und entkernen, Mozzarella in Scheiben schneiden und das Basilikum grob hacken. Von den abgekühlten Paprikaschoten mit einem Messer die Haut abziehen. Die Paprika mit den Tomatenfilets, Mozzarella und Basilikum füllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Zucker eine Vinaigrette erstellen und über die Paprikafüllung laufen lassen. Jede Paprika auf einen Teller setzen. Den Tellerrand mit dem Pesto garnieren und servieren.

 

 

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Was steckt da in meiner Ökokiste?

Tomate

Wussten Sie´s schon?

Liebesapfel – Goldapfel – Paradeiser – Adamseppl – Wolfspfirsich, dass sind nur ein Paar Namen unter denen die Tomate bekannt ist.

Wo kommt´s her?

Die spanischen Eroberer waren es, die die ersten Tomatenpflanzen aus Mittelamerika mitbrachten. Der Namen Tomate leitet sich dem aztekischen Wort ‘tomatl’ ab, was einfach nur so viel wie “ein prall angeschwollenes Ding” bedeutet. Ihre Verwandtschaft mit „Hexenkräutern“ wie Tollkirsche und Bilsenkraut führte jedoch dazu, dass sie in Europa zunächst als giftig galt und ihr äußerst viel Skepsis entgegen gebracht wurde.

Zierde für Haar und Garten
Die Damen der Oberschicht pflanzten die Tomatenstauden zunächst in ihre Blumengärten und schmückten sogar ihr Haar mit Blumenkränzen aus Tomatenblüten.

Vom Wolfspfirsich zum Goldapfel
Als eine der ersten haben sich jedoch die Italiener an die bis dahin als giftig geltende Frucht gewagt und die geniale Verbindung von Pasta und Tomaten geschaffen. Bauern aus Parma fingen später an Tomaten zu konservieren, indem sie den Saft einkochten und die Früchte in der Sonne trockneten. Heute wird das kalorienarme Fruchtgemüse auf der ganzen Welt geschätzt. Der Genuss von Tomaten wirkt anregend auf den gesamten Organismus und schützt vor Infektionen, denn die sonnengereiften Früchte aus biologischem Anbau sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Fruchtsäuren und ätherischen Ölen.

Dies alles und nicht zuletzt das wunderbare Aroma der leuchtend roten Tomaten macht Lust auf ihre Vielfältigkeit.

Wie sieht´s aus?

Insgesamt gibt es wohl über 2500 verschiedene Sorten. Tomaten gibt es natürlich in allen möglichen Rotschattierungen. Ihre Farbe reicht von Orange über gelb bis hin zu grün reifenden Sorten, sogar dunkelgrün und dunkelviolett bis dunkelrot getigerte Sorten sind bekannt. Auch was die Form angeht ist die Tomatenpflanze erfinderisch gewesen. Ob rund, dattel- oder eierförmig, gerne auch gefurcht, herzförmig oder eher paprikaartig, hier bleibt für den kreativen Koch kein Wunsch offen.

Was ist drin?

Der Genuss von Tomaten wirkt anregend auf den gesamten Organismus und schützt vor Infektionen, denn die sonnengereiften Früchte aus biologischem Anbau sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Fruchtsäuren und ätherischen Ölen. Zudem gibt es neue wissenschaftliche Belege darüber, dass Bio-Tomaten bedeutende Gesundheitsvorteile gegenüber konventionell angebauten besitzen. Einer US-Studie über 10 Jahre zufolge, haben biologisch angebaute Tomaten einen über 90% höheren Gehalt an Flavonoiden.

Diese zählen zu den Antioxidanten, die Zellen vor Radikalen oder anderen molekularem Schäden schützen sollen. Dazu meint Scott Kinnear von Biological Farmers of Australia, "Wir sollten wirklich sehr eng auf biologische Landwirtschaft als ein Langzeitmittel für die Sicherung einer besseren Gesundheit blicken."

Tipp:

Für manche Gerichte sollte man die Tomaten häuten. Setzen Sie hierzu einen Topf mit Wasser auf. Wenn dieses sprudelnd kocht schneiden Sie die Haut der Tomaten gegenüber des Strunks kreuzförmig leicht ein und geben Sie diese dann für ca. 5 – 10 Sekunden ins kochende Wasser. Schrecken Sie diese anschließend mit kaltem Wasser ab. Nun lässt sich die Haut ganz einfach mit einem Messer abziehen.

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