Unser Kundenbrief - frisch aus Ihrer bioKiste

EIN PAAR PERSÖNLICHE WORTE

 

Hallo liebe Kunden, hallo Freunde,

ich schreibe Ihnen als Franz-Josef Lesker, Geschäftsführer von bioLesker, Bio-Gemüsebauer mit Herz und Verantwortlicher für über 50 Mitarbeiter, und ich möchte Ihnen kurz erklären, warum wir die anstehende Mehrwertsteuersenkung nicht direkt an Sie, liebe Kunden, weitergeben.

Corona hat die Menschen etwas aufgerüttelt. Und wenn wir Bauern und Gärtner jetzt alle diesen Unsinn der Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel mitmachen, sagen wir indirekt: Dankeschön, das reicht schon! Mehr brauchen wir nicht zum Produzieren von hochwertigen Lebensmitteln. Gebt lieber das Geld, was ihr nun an Lebensmittel einspart, lieber weiterhin für Iphones und anderen Schnickschnack aus.


Nach einer, nur kurzen Zeit der Besinnung auf Wichtiges und Wesentliches während des Lockdowns, einer kurzen Zeit der Entschleunigung, in der das Füreinander, Miteinander, Gesundheit und gute Lebensmittel, kaufen beim Bauern – regional & vor Ort - im Vordergrund standen, zeigen wir jetzt durch die sich bereits wieder überbietenden Rabattschlachten des Lebensmitteleinzelhandels und der Discounter: Lebensmittel kosten nichts, müssen billig sein. Rabatt geht immer – Billiger geht immer.

Das ist das völlig falsche Signal und das kann und werde ich nicht mitmachen. Denn nur weil alle etwas machen, muss es nicht richtig sein.

Und wir alle wissen und glauben doch nicht wirklich, dass wir das als Verbraucher nicht doch alles bezahlen. Die geschickte Preispolitik der Konzerne gaukelt uns Rabatte vor. Das holen die Großen und Mächtigen sich wieder. Entweder vom Kunden oder von uns, den Bauern, kleinen Produzenten und Gärtnern. Irgendwer muss immer bezahlen. 

Was dabei herauskommt sehen wir derzeit wieder in den Medien. Und dennoch entscheiden sich an der Kasse die meisten für die billigen Lebensmittel.
So kann und so darf es aus meiner Sicht nicht weitergehen. Wir Deutschen geben in Europa prozentual gesehen am wenigsten für Lebensmittel aus. Und das obwohl wir zu einer der reichsten Nationen der Welt gehören.


Und ich rede bewusst von Lebensmitteln, nicht von Nahrungsmitteln. Mittel zum Leben. Frische, beste Qualität, mit hoher Nährstoffdichte. Damit meine ich keine Wasserbomben, sondern Lebensmittel die umweltverträglich angebaut, gepflanzt, gesät, geerntet und aufbereitet sind von Menschen die vernünftig bezahlt werden, vernünftig untergebracht sind und mit denen wertschätzend umgegangen wird. 

Das kostet Geld. Und wenn wir als Gesellschaft kleine Einkaufsstätten, wie die unsere, erhalten wollen – und das war für sehr viele schon vor Corona schwer genug – dann müssen wir uns daran gewöhnen, das fair, ehrlich und unter vernünftigen Bedingungen erzeugte Lebensmittel mehr kosten als jetzt.


Der Run auf die Bauern, besonders auf die Lieferservicebetriebe und Läden mit Vollsortiment wie unseren, haben doch eindrucksvoll gezeigt, dass eine kleine Umschichtung der Prioritäten es sehr vielen, sehr wohl ermöglicht, wirklich gute Lebensmittel zu fairen Preisen zu kaufen.

Wir müssen uns als Gesellschaft, als Verbraucher die Frage stellen, was wollen wir wirklich? Was ist uns, abseits all des unnützen Kram, den wir uns angewöhnt haben anzuhäufen, abseits all des Materiellen, wirklich wichtig? Für mich bleibt da neben Familie und Freunden, guten Lebensmitteln und daraus resultierend guter Gesundheit nicht wirklich viel.

Das ist das was aus meiner Sicht zählt. Nur ein Beispiel: Wir haben in diesem Jahr, so unglaublich es klingt, denn Tomaten und Gurken brauchen enorme Nährstoffmengen, außer Kompost, auch selbst hergestelltem, keine weiteren Dünger gebraucht. Da sind Entwicklungen im Kommen, über die vor zehn Jahren noch fast niemand nachgedacht hat. Von denen keiner wusste. Und wenn nicht findige Bodenexperten und Praktiker wie wir diese Systeme testen und helfen in die Praxis umzusetzen, werden wir das CO² Problem und auch andere nicht in den Griff kriegen. Die Pflanzen über Kohlenstoff und ein gesundes Bodenleben, eine gesunde Mikrobiologie ernähren und damit gleichzeitig das CO² aus der Atmosphäre holen, das sind Dinge die es voranzureiben gilt. Nicht ob die Gurke 4 Cent günstiger ist wegen der Mehrwertsteuersenkung.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Wir geben gerne Rabatte. Aber nicht generell und staatlich verordnet. Wir geben Rabatte da, wo sie Sinn machen. Nämlich dann, wenn wir Überhänge haben. Wenn wir im Januar absehen können, dass die Kartoffelernte so reichlich war, dass wir bis zur neuen Ernte nicht alles verkaufen können, senken wir die Preise dauerhaft. Wenn wir wie jetzt, kurzfristig zu viele Weide-Eier haben, gibt es diese auch schon mal zum halben Preis.
Wenn Rabatte helfen Lebensmittel nicht zu verschwenden, wenn sie helfen Übermengen abzubauen, dann sind sie sinnvoll und dann gestehe ich Ihnen gerne mehr als die in Wirklichkeit nur 1,87% Senkung zu.

Die gerade einmal knapp fünfstellige Ersparnis, die wir auf über 30.000 Kundenbewegungen verteilen müssten, gebe ich lieber als Dankeschön an meine Mitarbeiter. Denn sie haben sich während der Coronakrise die Beine ausgerissen, Überstunden geleistet und den Laden und Lieferservice am Laufen gehalten und das, auch teure, weil sehr schnelle und nur kurzfristige Wachstum, gemanaged.

Aber auch Ihnen, liebe Kunden, gilt mein Dank. bioLesker ist dank Kunden wie Ihnen, zu dem geworden was wir sind. Auch wenn wir jetzt wieder, wie vor fast 30 Jahren, mit dieser Aktion gegen den Strom schwimmen, zähle ich auf Sie.

Die Zukunftsaufgaben im ökologischen Landbau und in unserem Betrieb, die vor uns liegen und an denen ich mit Herzblut weiter mitarbeiten möchte, sind gewaltig und brauchen jeden Cent. Sie investieren gut, wenn Sie weiter bei uns kaufen.

Besten Dank und alles Gute für Sie. Bleiben Sie gesund,

Ihr Franz-Josef Lesker

 

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Shakshuka

Zutaten 

  • 1 große rote Zwiebel, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Paprika, rot
  • 1 Paprika, gelb
  • 1 Peperoni, ohne Kerne
  • Olivenöl
  • 1 Dose Cubetti
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprika, edelsüß
  • Meersalz, Pfeffer
  • 1 Prise Rohrohrzucker
  • 4 Eier
  • 1/2 Bund Petersilie, glatt
  • 100 g Feta
  • etwas Schwarzkümmelöl

 

 

 

 

Zubereitung

Shakshuka ist eine israelische Spezialität und wird vor allem zum Frühstück gegessen. Aber auch zum Mittag und Abendessen schmeckt es einfach köstlich. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Paprika und Peperoni kleinschneiden. In einer großen Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Peperoni ca. 5 Minuten anschwitzen. Cubetti und Tomatenmark dazugeben und alles bei geringer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Zucker kräftig würzen. Mit einem Löffel vier Mulden in die Tomatenmasse drücken und jeweils 1 Ei hineingeben. Mit einem Löffelstiel vorsichtig das Eiweiß etwas verrühren, das Eigelb darf aber nicht verletzt werden. Die Pfanne mit einem Deckel verschließen und alles ca. weitere 8¬–10 Minuten köcheln lassen, das Eigelb soll noch etwas flüssig bleiben. Die Petersilie hacken, den Feta zerkleinern und beides mit einigen roten Zwiebelwürfeln als Topping auf die Shakshuka geben. Etwas Schwarzkümmelöl darüber geben und mit Pide servieren – lecker!

 

 

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Was steckt da in meiner Ökokiste?

Tomate

Wussten Sie´s schon?

Liebesapfel – Goldapfel – Paradeiser – Adamseppl – Wolfspfirsich, dass sind nur ein Paar Namen unter denen die Tomate bekannt ist.

Wo kommt´s her?

Die spanischen Eroberer waren es, die die ersten Tomatenpflanzen aus Mittelamerika mitbrachten. Der Namen Tomate leitet sich dem aztekischen Wort ‘tomatl’ ab, was einfach nur so viel wie “ein prall angeschwollenes Ding” bedeutet. Ihre Verwandtschaft mit „Hexenkräutern“ wie Tollkirsche und Bilsenkraut führte jedoch dazu, dass sie in Europa zunächst als giftig galt und ihr äußerst viel Skepsis entgegen gebracht wurde.

Zierde für Haar und Garten
Die Damen der Oberschicht pflanzten die Tomatenstauden zunächst in ihre Blumengärten und schmückten sogar ihr Haar mit Blumenkränzen aus Tomatenblüten.

Vom Wolfspfirsich zum Goldapfel
Als eine der ersten haben sich jedoch die Italiener an die bis dahin als giftig geltende Frucht gewagt und die geniale Verbindung von Pasta und Tomaten geschaffen. Bauern aus Parma fingen später an Tomaten zu konservieren, indem sie den Saft einkochten und die Früchte in der Sonne trockneten. Heute wird das kalorienarme Fruchtgemüse auf der ganzen Welt geschätzt. Der Genuss von Tomaten wirkt anregend auf den gesamten Organismus und schützt vor Infektionen, denn die sonnengereiften Früchte aus biologischem Anbau sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Fruchtsäuren und ätherischen Ölen.

Dies alles und nicht zuletzt das wunderbare Aroma der leuchtend roten Tomaten macht Lust auf ihre Vielfältigkeit.

Wie sieht´s aus?

Insgesamt gibt es wohl über 2500 verschiedene Sorten. Tomaten gibt es natürlich in allen möglichen Rotschattierungen. Ihre Farbe reicht von Orange über gelb bis hin zu grün reifenden Sorten, sogar dunkelgrün und dunkelviolett bis dunkelrot getigerte Sorten sind bekannt. Auch was die Form angeht ist die Tomatenpflanze erfinderisch gewesen. Ob rund, dattel- oder eierförmig, gerne auch gefurcht, herzförmig oder eher paprikaartig, hier bleibt für den kreativen Koch kein Wunsch offen.

Was ist drin?

Der Genuss von Tomaten wirkt anregend auf den gesamten Organismus und schützt vor Infektionen, denn die sonnengereiften Früchte aus biologischem Anbau sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Fruchtsäuren und ätherischen Ölen. Zudem gibt es neue wissenschaftliche Belege darüber, dass Bio-Tomaten bedeutende Gesundheitsvorteile gegenüber konventionell angebauten besitzen. Einer US-Studie über 10 Jahre zufolge, haben biologisch angebaute Tomaten einen über 90% höheren Gehalt an Flavonoiden.

Diese zählen zu den Antioxidanten, die Zellen vor Radikalen oder anderen molekularem Schäden schützen sollen. Dazu meint Scott Kinnear von Biological Farmers of Australia, "Wir sollten wirklich sehr eng auf biologische Landwirtschaft als ein Langzeitmittel für die Sicherung einer besseren Gesundheit blicken."

Tipp:

Für manche Gerichte sollte man die Tomaten häuten. Setzen Sie hierzu einen Topf mit Wasser auf. Wenn dieses sprudelnd kocht schneiden Sie die Haut der Tomaten gegenüber des Strunks kreuzförmig leicht ein und geben Sie diese dann für ca. 5 – 10 Sekunden ins kochende Wasser. Schrecken Sie diese anschließend mit kaltem Wasser ab. Nun lässt sich die Haut ganz einfach mit einem Messer abziehen.

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